Ein toter Säugling wurde in einem Teich in Freistadt gefunden

Nach dem tragischen Fund in Freistadt lädt Frauen- und Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander zur Diskussion ein.

„Nicht immer ist die Geburt eines Kindes für die Mutter ein freudig erwartetes Ereignis. In finanziellen, sozialen und psychischen Notsituationen bringen Schwangerschaft und Entbindung die Frauen an die Grenze der Belastbarkeit. Manche Mütter sehen sich daher dazu veranlasst, die Obsorge ihres Kindes jemand anderem anzuvertrauen. Sein Kind nicht zu behalten ist niemals eine leichte Entscheidung. Wenn es aber keine andere Möglichkeit für die werdenden Mütter gibt, appelliere ich an all jene, von der anonymen Geburt Gebrauch zu machen. Es gibt auch eine Nachfrist, innerhalb sich die Mutter Zeit nehmen kann und auch noch für das Kind entscheiden kann. Sollte es dennoch zu einer Geburt außerhalb eines Krankenhauses kommen und man entscheidet sich gegen das Kind, kann und soll kein Weg an einem Babynest vorbeiführen, wo das Kind bestens versorgt wird.“

Dieses Angebot besteht,  dennoch gibt es immer wider tragische Fälle, wo es – aus unterschiedlichen Gründen – nicht genutzt wird. Um diese Möglichkeiten in den Vordergrund zu rücken und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, lädt sie Vertreter der Polizei, Krankenhäuser, Bezirkshauptmannschaften und Frauenberatungsstellen zu einem runden Tisch ein.

Das Thema Anonyme Geburt im ZIB2

  • Ein Beitrag im ZIB2 (ORF) am 29.08.2019.

Die Psychiaterin Claudia Klier war 2001 an der Legalisierung der anonymen Geburt beteiligt und sagt, die Zahl der Neugeborenen Tötungen hätte sich dadurch signifikant verringert. Deshalb wünscht sie sich, dass über diese wichtige Maßnahme mehr informiert wird.

Der Redakteur traf außerdem eine Frau, die sich vor 10 Jahren für eine anonyme Geburt entschieden hat und ihre Erfahrungen teilen möchte.

 

Ein toter Säugling wurde in einem Wiener Park gefunden

Um solche Fälle zu verhindern, sei das Wichtigste, dass Frauen wüssten, was sie tun könnten, sagt Doktor Claudia Klier in den Salzburger Nachrichten. Die Zeitung publizierte auch unsere Forderung nach einer Neuorganisation der anonymen Geburt in Österreich.

Und hier wird die Psychiaterin zu diesem Thema auf oe24 interviewt.

Weitere aktuelle Medienbeiträge zum Thema anonyme Geburt: Café Puls (26.06.219) – Puls4