Ein toter Säugling wurde in einem Teich in Freistadt gefunden

Nach dem tragischen Fund in Freistadt lädt Frauen- und Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander zur Diskussion ein.

„Nicht immer ist die Geburt eines Kindes für die Mutter ein freudig erwartetes Ereignis. In finanziellen, sozialen und psychischen Notsituationen bringen Schwangerschaft und Entbindung die Frauen an die Grenze der Belastbarkeit. Manche Mütter sehen sich daher dazu veranlasst, die Obsorge ihres Kindes jemand anderem anzuvertrauen. Sein Kind nicht zu behalten ist niemals eine leichte Entscheidung. Wenn es aber keine andere Möglichkeit für die werdenden Mütter gibt, appelliere ich an all jene, von der anonymen Geburt Gebrauch zu machen. Es gibt auch eine Nachfrist, innerhalb sich die Mutter Zeit nehmen kann und auch noch für das Kind entscheiden kann. Sollte es dennoch zu einer Geburt außerhalb eines Krankenhauses kommen und man entscheidet sich gegen das Kind, kann und soll kein Weg an einem Babynest vorbeiführen, wo das Kind bestens versorgt wird.“

Dieses Angebot besteht,  dennoch gibt es immer wider tragische Fälle, wo es – aus unterschiedlichen Gründen – nicht genutzt wird. Um diese Möglichkeiten in den Vordergrund zu rücken und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, lädt sie Vertreter der Polizei, Krankenhäuser, Bezirkshauptmannschaften und Frauenberatungsstellen zu einem runden Tisch ein.