Finissage

30.03.2022
Finissage »…Vor Schand und Noth gerettet« ?!
Geöffnet ab 13:00 Uhr – Führungen bei Bedarf 16:30 – 18:00 Uhr Erzählcafé „Geburtsgeschichten“
Persönliche Erinnerungen, Erfahrungen und Erzählungen rund um das Thema Geburt

in Kooperation mit der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen
Moderation: Sabine Bergthaler, Barbara Egger

Maximal 20 Teilnehmer*innen
Anmeldung: per Mail an bm1080@bezirksmuseum.at

19:00 Uhr Vortrag von Verena Pawlowsky
„Vor Schand und Noth gerettet“

Der Vortrag schildert die Funktionsweise des Wiener Findel- und Gebärhauses im ausgehenden 18. und im 19. Jahrhundert, als diese Doppelanstalt der Geburtsort einer großen Zahl von Kindern und eine zentrale Sozialeinrichtung für ledige Mütter war. Der Anspruch, unehelich Kinder zu versorgen, wurde durch eine zum Teil exorbitant hohe Sterblichkeit konterkariert. Jene Kinder, die überlebten, wuchsen bei Pflegefrauen unter oft ärmlichen Bedingungen auf. Noch heute stoßen Menschen, die sich mit der Geschichte ihrer Familie beschäftigen, immer wieder auf das Wiener Findelhaus.

Maximal 70 Teilnehmer*innen
Anmeldung: per Mail an bm1080@bezirksmuseum.at

ExpertInnen-Treffen in Graz

Seit 2018 organisiert die Kontaktstelle Anonyme Geburt der Caritas Graz jährlich ein ExpertInnen-Treffen mit AkteurInnen aus den betroffenen Berufsgruppen: Gynäkologie, Hebammenausbildung, Psychiatrie, Kinder-und Jugendhilfe im Bereich Adoption, Recht und Gewaltschutz.

Wir wurden eingeladen die Schwerpunkte und aktuelle Studien der Arbeitsgruppe vorzustellen. Stéphanie Galliez schaffte einen Überblick über die Aufgaben und die bisherigen Ergebnisse der Arbeitsgruppe. Dr Jennifer Kernreiter präsentierte ihre aktuelle Arbeit:The anonymously adopted child: Impact of age and parental psychopathology on adoptees’ mental health

Wir danken allen TeilnehmerInnen für den interessanten Austausch!

 

 

Ein toter Säugling wurde in einem Teich in Freistadt gefunden

Nach dem tragischen Fund in Freistadt lädt Frauen- und Gesundheitsreferentin LH-Stellvertreterin Christine Haberlander zur Diskussion ein.

„Nicht immer ist die Geburt eines Kindes für die Mutter ein freudig erwartetes Ereignis. In finanziellen, sozialen und psychischen Notsituationen bringen Schwangerschaft und Entbindung die Frauen an die Grenze der Belastbarkeit. Manche Mütter sehen sich daher dazu veranlasst, die Obsorge ihres Kindes jemand anderem anzuvertrauen. Sein Kind nicht zu behalten ist niemals eine leichte Entscheidung. Wenn es aber keine andere Möglichkeit für die werdenden Mütter gibt, appelliere ich an all jene, von der anonymen Geburt Gebrauch zu machen. Es gibt auch eine Nachfrist, innerhalb sich die Mutter Zeit nehmen kann und auch noch für das Kind entscheiden kann. Sollte es dennoch zu einer Geburt außerhalb eines Krankenhauses kommen und man entscheidet sich gegen das Kind, kann und soll kein Weg an einem Babynest vorbeiführen, wo das Kind bestens versorgt wird.“

Dieses Angebot besteht,  dennoch gibt es immer wieder tragische Fälle, wo es – aus unterschiedlichen Gründen – nicht genutzt wird. Um diese Möglichkeiten in den Vordergrund zu rücken und aktuelle Entwicklungen zu diskutieren, lädt sie Vertreter der Polizei, Krankenhäuser, Bezirkshauptmannschaften und Frauenberatungsstellen zu einem runden Tisch ein.

Ein toter Säugling wurde in einem Wiener Park gefunden

Um solche Fälle zu verhindern, sei das Wichtigste, dass Frauen wüssten, was sie tun könnten, sagt Doktor Claudia Klier in den Salzburger Nachrichten. Die Zeitung publizierte auch unsere Forderung nach einer Neuorganisation der anonymen Geburt in Österreich.

Und hier wird die Psychiaterin zu diesem Thema auf oe24 interviewt.

Weitere aktuelle Medienbeiträge zum Thema anonyme Geburt: Café Puls (26.06.219) – Puls4